Nachhaltigkeit

So eine Flasche!

9. August 2016

Ich bin seit jeher eine leidenschaftliche Wassertrinkerin (nun ja… Wasser und Kaffee… aber dieser besteht ja zum Großteil auch aus Wasser 😉 ). Wenn ich unterwegs bin, kugelt eigentlich immer die obligate 0,5 l PET-Flasche in meiner Hand- oder Arbeitstasche herum. In den Vorlesungspausen während des Studiums war ich eine der vielen, die sich ein und die selbe Flasche immer und immer wieder mit Leitungswasser auffüllten. Das sparte über die Jahre hinweg die eine oder andere Tonne Plastikmüll… mindestens! 🙂

Während es für uns ein Stück Normalität ist, Wasser aus der Leitung zu trinken, ist es für 783 Millionen Menschen weltweit undenkbar. Eine wertvolle Ressource also, welche noch zusätzlich an Wichtigkeit gewinnt, wenn man bedenkt, dass viele sogar an den Folgen von verunreinigtem Wasser ihre Leben verlieren. Nicht umsonst spricht man bei Wasser vom „Quell des Lebens“.

Übrigens… jährlich werden rund 30 Millionen Dollar für Wasserflaschen ausgegeben… dem gegenüber stehen – lt. Schätzungen der Unitied Nations – 10 Millionen Dollar um das weltweite Trinkwasserproblem zu lösen. Hier liegt der Hase also definitiv im Pfeffer!

Die Frauen und das Wasser

Eine komische Überschrift? Nicht wirklich, wenn man bei „The Water Project“ liest, dass 2/3 der Mädchen unter 15 Jahren die Aufgabe haben, Wasser zu holen (so ein Wassercontainer wiegt übrigens rd. 20 kg). In der Pubertät verlassen sogar viele Mädchen deshalb die Schule, weil es dort kein Wasser und ausreichende Sanitäranlagen gibt.

Ein Hinweis darauf, dass auch die Bildung, vor allem von Mädchen und jungen Frauen, von sauberem Wasser beeinflusst wird. Traurig, oder?

SoulBottle, was ist das?

Beim Schreiben meines Blogposts Kein Entkommen? (darin kannst du lesen, warum ich PET-Flaschen kritisch sehe) bin ich zufällig auf SoulBottles gestoßen. Ein mittels Crowdfunding finanziertes Projekt, das stylische, völlig plastikfreie Trinkflaschen hervorgebracht hat. „YEAH zu Leitungswasser“, das kann ich in unseren Breiten nur unterstreichen. Für jede gekaufte Flasche geht auch € 1 Euro an Projekte rund um sauberes Leitungswasser.

Als ich das erste Mal im Impact Hub Vienna war, gab es dort ganz herkömmliche 1-Liter-Flaschen, mit denen die Seminarteilnehmer mit Leitungswasser versorgt wurden. Eine top-Idee, wie ich damals fand. Mittlerweile ist der Impact Hub Vienna auf den Soulbottle-Zug aufgesprungen. Daraus ist… ach, seht doch einfach selber, was daraus entstanden ist: SoulBottle-Competition

ABER…

… ja, trotz meiner Begeisterung gibt es hier auch ein kleines Aber. Glasflaschen sind toll… außer man hat kleine Kinder. Wenn man es plastikfrei will, gibt es Edelstahlflaschen als gute Alternative. In der Wespenzeit jedoch aus meiner Sicht mit (Klein-)Kindern gar nicht so ungefährlich. Aus diesem Grund bin ich hier noch weiter auf der Suche… hast du vielleicht einen Tipp? Ich würde mich freuen!

 

Weiterführende Links

http://www.unwater.org/statistics/en/

http://www.unwater.org/water-cooperation-2013/water-cooperation/facts-and-figures/en/

https://thewaterproject.org/water-scarcity/water_stats

https://www.soulbottles.de/story/soulbottles/

http://vienna.impacthub.net/

Kein Entkommen?

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1 Comment

  • Reply Doris 10. August 2016 at 9:15

    Ich hab seit Jahren einen „Emil, die Flasche“ – für Kind eine kleinere dazu. Die sind aus Glas, haben aber einen „Schutzmantel“, der hat schon so einiges abgefangen! Und man kann die Flasche leicht rausziehen und gucken, ob sich eh kein Tierchen “ reinverirrt“ hat…

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