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Familien-Retro?

26. Oktober 2016

In meinem beruflichen Umfeld helfen uns sogenannte Retrospektiven, um aus der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen. Dabei sind folgende Fragen zentral:

  • Was hat gut funktioniert?
  • Was hat nicht gut funktioniert?
  • Welche Maßnahmen können wir durchführen, um uns zu verbessern?

In einem Gespräch mit meinen derzeit zweijährigen Sohn habe ich durch Zufall entdeckt, das ich das gleiche auch daheim mache.

Wie mache ich das

Jeden Abend frage ich ihn, was er heute schön fand, was weniger schön… mich hat es erstaunt, dass Kinder in diesem Alter schon genau artikulieren können, was sie wollen und was nicht. Wenn man genau hinhört und sich die Mühe macht nachzufragen, ohne dabei aber zu werten (im Sinne von „das ist doch nicht so schlimm“ oder ähnliches), ist es sehr, sehr interessant, was sich Kinder aus den alltäglichen Geschehnissen zusammenreimen. Und ja… nicht zu werten ist schwierig… hier muss auch Mama gehörig an sich arbeiten 😉

Die dritte oben genannte Frage kann man in abgewandelter Form älteren Kindern mit Sicherheit stellen („was kann man machen, damit du dich das nächste Mal in dieser Situation nicht mehr so ärgern musst?“ oder „was können wir machen, damit die nächste Schularbeit besser ausfällt“).

Warum mache ich das?

Weil ich der Meinung bin, dass es viel zu viele Menschen in unserer Gesellschaft gibt, die gar nicht mehr wissen bzw. spüren, was ihnen gut tut und was nicht. Das Hamsterrad ist allgegenwärtig, es wird mehr reagiert als agiert und das fordert irgendwann seinen Tribut.

Kann ich das damit ändern?

Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Was ich aber weiß ist, dass ich durch diese Fragen viel über mein Kind lernen kann und es auch für den Junior sichtlich spannend ist, den Tag auf diese Weise Revue passieren zu lassen. Damit lernen wir gemeinsam… und voneinander.

 

Viel Spaß beim Ausprobieren! 🙂

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