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Klein, aber fein

Geschichten, die das Leben schreibt Klein, aber fein

Die Knopfmacherin

23. April 2017
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Ich war wieder unterwegs… diesmal habe ich die Knopfmacherin Sabine Krump in ihrer Knopfstube besucht. Ist das wirklich der Eingang zur Knopfstube? Zögernd habe ich an die Tür geklopft, aber als die Türe aufging war ich schon gefangen in der Welt der Knöpfe. Eine bunte Welt, faszinierend und entschleunigend. Die Knopfstube lädt ein zum Innehalten, Pause machen und bewundern der vielen, vielen Knöpfe.

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„Der Knopf ist rund, na und?“

Um ehrlich zu sein habe ich das auch gedacht. Zwirnknöpfe kannte ich lediglich in der weißen Ausführung von Omas Bettwäsche. Bei meinem Besuch habe ich aber erfahren dürfen, welche Geschichten aus früherer Zeit damit verbunden sind. Bereits im 18. Jahrhundert entstanden die ersten Zwirnknöpfe… vielfach auch von Kinderhand. Das Knöpfeln war in der früheren Zeit vielfach eine notwendige Heimarbeit, ein „Nebenverdienst“, um sich das Leben leisten zu können. Maschinell gefertige Knöpfe oder gar Kunststoffknöpfe entwickelten sich erst viel später. Somit war die Herstellung von Zwirnknöpfen eine oft unliebsame Tätigkeit, aber eine notwendige.

Knopf ist nicht gleich Knopf

Ich habe gelernt, dass es bereits früher regionale und ständische Unterschiede bei der Herstellung der Knöpfe gab. Bei der Knopfmacherin fand ich verschiedenste Muster, in vielen verschiedenen Farben. In alten Kästchen mit kleinen und großen Laden, in Bildern, als Bilder, als Wandbehang, als Ketten, als Dekoration auf Accessoires, und und und. In der Knopfstube findet man einen ganz eigenen Flair… ich fühlte mich tatsächlich wie ein Kind auf Entdeckungsreise. Scheinbar hat jeder Knopf eine Geschichte… nein, nicht nur die alten… auch die neu designten und von Sabine Krump entwickelten Knöpfe. Neben Life-Ball-Knöpfen fand ich sogar einen Union-Jack, denn ich gleich für eine liebe Freundin mitnehmen musste 🙂

Einst Handwerk, jetzt Kunst

Die Knopfmacherin Sabine Krump hat es sich zur Aufgabe gemacht, das alte Handwerk des Knöpfelns nicht aussterben zu lassen und daraus eine wahre Kunst entwickelt. Sie hat sich in den vergangenen Jahren viel, vor allem auch historisches, Wissen dazu angeeignet und gibt dieses Wissen in ihren Kursen, ab einer MindestteilnehmerInnenzahl von 4 Personen, weiter.

War die Knopfmacherin immer Knopfmacherin? Nein. Die gelernte Gärtnerin und 2-fach Mama knöpfelt aber bereits seit mehr als 20 Jahren, hat nun ihr Hobby professionalisiert und mit „Der Knopfmacherin“ mittlerweile eine Marke geschaffen. Authentisch tritt sie in ihrer Knopfstube auf, die Zwirnknöpfe finden sich überall auf Kleidung und Accessoires. Man erkennt sofort, sie ist Knöpflerin aus Leib und Seele… und genau diese Begeisterung ist ansteckend.

„Zeit zum Zeithaben“ – Die Knopfstube

Die Knopfstube bietet „Zeit zum Zeithaben“. Eintreten und eintauchen in die Welt der Knöpfe… beim Suchen und Kaufen von Knöpfen, beim Üben in den Kursen oder einfach bei einem lieben Gespräch mit der Knöpflerin. Gemeinsam mit der Gold- und Silberschmiedin Eva-Maria Raber hat Sabine Krump einen kreativen Ort der Begegnung geschaffen.

Du findest die Knopfstube mitten in Pregarten (Kirchenplatz 2). Sie ist donnerstags und freitags von 09:00 – 12 Uhr und 15:00 – 18:00 Uhr sowie samstags von 09:00 – 12:00 Uhr geöffnet.

Die Autorin „Sabine Krump“

Wenn du es nicht schaffst, in der Knopfstube selber vorbeizukommen und dich aber trotzdem für die Kunst des „Knöpfelns“ interessierst, dann empfehle ich dir die Bücher von Sabine Krump. Seit 2011 sind fünf Bücher im Eigenverlag und zwei Verlagsbücher rund ums Thema „Knöpfe“ erschienen.

Zum einen Fachbücher, wie z.B. „Die Knopfmacherin“, welches die Geschichte und Entstehung des (Zwirn-)Knopfes beschreibt. Dort findest du eine Bild-für-Bild-Anleitung zur Erstellung deines ersten eigenen Zwirnknopfes. Dass diese Anleitung gut gelungen ist, zeigen internationale Käufer des Buches, die – obwohl in deutsch verfasst – anhand der Bilder in der Lage sind, das Knöpfeln zu erlernen. Immer wieder trudeln so Bilder von den ersten, selbstgemachten Knöpfen aus aller Herren Länder bei der Knopfmacherin ein.

Zum anderen schreibt Sabine Krump aber auch Kinderbücher, die sich – wie könnte es anders sein – ebenfalls um den Zwirnknopf drehen. Für nächste Woche wird ihr neues Buch „Die Geschichte vom Zwirnknöpfchen“ erwartet. Dieses Kinderbuch ist gemeinsam mit Lois Cordelia, einer Cut-Paper Artistin aus Großbritannien, entstanden. Ich durfte ausnahmsweise einen ersten Blick auf das Cover werfen und bekam einen ersten Einblick in die Geschichte… ich muss gestehen, da bin ich schon ein bisschen stolz drauf 🙂

 

Fazit

Ich wurde in der Knopfstube so herzlich aufgenommen, dass ich deutlich länger geblieben bin, als ich ursprünglich beabsichtigt hatte. Dass Knöpfe faszinieren können hatte ich nicht erwartet… und wurde schnell vom Gegenteil überzeugt.

Wenn dich dieses Thema interessiert, empfehle ich die einen Besuch der Ausstellung „Der Zwirnknopf, altes Handwerk wird Kunst„, welche vom 05. Juli bis September im MÜK-Haus in der Freistädter Samtgasse stattfinden wird. Möchtest du Knöpfe erwerben, kannst du das in der Knopfstube tun oder du kontaktierst die Knopfmacherin Sabine Krump, direkt über Facebook oder ihre Homepage.

 

 

 

 

Klein, aber fein Upcycling

G’spechtlt

11. April 2017
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Nachdem ich schon hunderte Male beim Salon Buntspecht in der Linzer Herrenstraße vorbeigegangen oder -gefahren bin, habe ich es heute endlich einmal geschafft, mich darin umzusehen. Die Illustratorin und Grafikerin Elle Ecker hat sich ganz spontan meiner angenommen und mir alle Fragen geduldig und ausführlich erklärt (ein großes DANKE dafür!).

Der Salon Buntspecht bietet handgemachte Produkte verschiedenster Art, liebevoll gestaltet von ausgewählten österreichischen Künstlerinnen und Künstlern. Du findest dort designte Grußkarten, selbstgemachtes Geschenkpapier, diverse Stempel, Kinderkleidung, selbstgestricktes für Erwachsene und Kinder, Bilder, Taschen, Schmuck und vieles mehr.

Besonders beeindruckt haben mich die vielen Upcycling-Ideen. Etageren aus alten Tellern, Bücher mit „Deckblättern“ aus alten Floppy-Disks, Taschen aus alten Schwimmflügerln und Luftmatratzen… um nur einige zu nennen!

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Belinda Jahn aka Frau Buntspecht bietet übrigens auch Kreativ-Workshops in ihrem Salon an. Das Programm findest du hier. Neben meiner Neugier war das ein weiterer Grund für meinen Besuch. Wer weiß, vielleicht gibts den einen oder anderen Workshop ja auch bald im MÜK-Haus in der Freistädter Samtgasse 😉

Zusammenfassend… wenn du Geschenke für deine Lieben suchst oder dich selber beschenken möchtest, dann bist du im Salon Buntspecht definitiv an der richtigen Adresse 🙂

DIY mit Kind Klein, aber fein Ostern Upcycling

Glückliche Hühner

5. März 2017
Glueckliche_Huehner

Die Faschingszeit ist vorbei, die Osterzeit steht vor der Tür. Bei uns hat die Osterdeko bereits Einzug gehalten… es sind bereits eine ganze Reihe glücklicher Hühner entstanden. Ganz artgerecht gehalten, sitzen sei bei uns auf Schränken und Regalen. Das Beste daran? Wir haben sie selber aus Stoffresten gemacht. Kinder können dabei nämlich ganz gut mithelfen… zum Beispiel beim Ausstopfen oder Beinchen flechten. Wenn sie größer sind, können sie die einfachen Nähte auch schon selber mit der Maschine nähen.

Selber machen?

Warum basteln wir Teile unserer Deko selber? Einerseits macht es Spaß, Dinge selber zu produzieren. Zeit für Mama und Kind, ohne dabei auf die Uhr zu sehen, ist mir im ganzen Alltagstrubel sehr wichtig. Anderseits ist es nachhaltiger und ressourcenschonender, selber aus Resten etwas zu gestalten. Aja… und außerdem sind unsere selbstgemachten Dinge kinder- und haustiersicher 😉

Upcycling statt Spenden?

Für die Hühner kannst du irgendwelche alten Stoffe verwenden… alte Tischtücher, Leintücher, Shirts, Röcke, Jeans, etc. Wohl in jedem Kleiderkasten tummeln sich viele Kleidungsstücke, die nicht (mehr) getragen werden. Sie sind aus der Mode, sie sind zu weit, sie sind zu eng oder sie gefallen einfach nicht mehr. Früher habe ich sie von einem Regal ins andere geräumt und irgendwann sind sie dann in der Altkleidersammlung gelandet. Fürs gute Gewissen…! Seit ich aber weiß, dass gut gemeint nicht unbedingt gut gemacht ist, habe ich eine andere Einstellung zu diesen „Rohstoffen“.

 

Fastenzeit ist für mich auch ein Stück „Konsum-Fastenzeit“. Deshalb gibt es in den nächsten Wochen ein paar Ideen zum Thema „Upcycling“. Eine kleine Bitte an der Stelle: Wenn du gute Ideen hast/kennst, freue ich mich über deine Nachricht oder einen Kommentar am Ende dieses Blogposts 🙂

Hast du so viel Zeit?

Diese Frage ist schnell beantwortet: Nein!

Zeit haben und Zeit nehmen sind für mich schon immer zwei unterschiedliche Dinge gewesen. Dieses Thema hat für mich etwas mit Wertigkeit zu tun und das hat sich – bedingt durch viele Recherchen – in den letzten Jahren ziemlich verändert. Ja, man kann alles kaufen. Ja, es ist weniger Aufwand und ja, meist ist es auch billiger (siehe meinen Blogpost bio…logisch!). Lustiger und sinnhafter ist allerdings Upcycling. Die Erlebnisse des gemeinsamen Gestaltens ist einfach unbezahlbar 🙂

DIY Klein, aber fein Weihnachten

Nur noch knapp eine Woche!

16. Dezember 2016
badepralinen

Es stimmt tatsächlich… je älter man wird, desto schneller vergeht die Zeit. Weihnachten steht vor der Tür… Endspurt für meine Idee, Weihnachten weniger dem Konsumwahn zu verfallen. Deshalb werden jetzt schön langsam die ersten Mitbringsel verpackt.

Erinnerst du dich noch an den Blogpost „Einfach rührend„? Darin habe ich beschrieben, wie schnell es geht, selber Badezusätze herzustellen. Zwischenzeitlich habe ich meine „Produktion“ um Erkältungsbadetabs erweitert.

Nach wie vor bin ich begeistert davon, wie einfach das alles ist… einfach in der Herstellung, aber auch einfach im Sinne der Zutaten! Nachdem ich mir einige Badezusätze (bzw. deren Ingredienzien) näher angesehen habe, bin ich froh, die chemische Keule aus dem Badewasser verbannt zu haben.

Zutaten

30g (Mager)-Milchpulver oder Molkepulver
150g feines Salz
40g Kakaobutter
40 Tropfen ätherisches Öl (z.B. Cajeput, Eucalyptus, Ravensara, Fichtennadeln, etc.)

Vorsicht: Bei (Klein-)Kindern kein Menthol-, Kampfer-, Eukalyptus- und Terpentinöl verwenden!

Zubereitung

Die trockenen Zutaten in einer Schüssel gut verrühren, die Kakaobutter langsam schmelzen (nicht zu heiß werden lassen!). Die flüssige Butter unterheben und ätherische Öle nach Belieben zugeben. Die Masse soll sich wie nasser Sand anfühlen, dann ist sie bereit fürs Formen. Das kannst du mit der Hand machen oder mit Hilfe von (Silikon-)Förmchen. Auf Wunsch kannst du auch noch Kräuter oder (hochwertigen) Tee reinpressen.

Verpackung

Nach ein paar Strunden im Kühlschrank sind die Tabs ausgehärtet und du kannst sie verpacken. Ich habe dazu mit der Zackenschere kleine Stoffquadrate zugeschnitten und sie darin eingepackt. Wie schon im vorigen Blogpost erwähnt… einfach mit dem Stoff ins Badewasser schmeißen… und du brauchst keine Kräuter oder dergleichen am Ende herausfischen 😉

Ich habe in Summe zwei verschiedene Badepralinen/-tabs gefertigt. Zur besseren Unterscheidung kamen sie in unterschiedliche Stoffe und abschließend in selbstgefaltete Papiertäschchen. Die kannst du aus einem kleinen Stück Packpapier ruck-zuck selber falten.

 

Geschichten, die das Leben schreibt Klein, aber fein Weihnachten

Scharfes Zeug!

11. Dezember 2016
MV Feuer-Zeug

Dich interessieren Geschichten, die das Leben so schreibt? Mich auch. Vor einigen Jahren habe ich als Studentin mit Christian Dlapka ein Interview geführt. Deshalb wollte ich unbedingt wissen, was einen Informatiker und Unternehmensberater dazu bringt, eine Chili-Manufaktur zu gründen. Pfefferfrau wäre nicht Pfefferfrau, wenn sie sich nicht aufgemacht hätte, genau das zu erkunden 😉

Erkenntnis 1: Stillstand ist langweilig.

Tischler, Informatiker, Unternehmensberater, Lebens- und Sozialberater, Lektor, Neudenker, Chili-Saucen-Produzent… und vieles mehr. Das erinnert mich an Fragen, die ich oft höre… nämlich „Ist dir fad?“ oder „Wieso schon wieder etwas Neues?“. In Zeiten, in denen Veränderung immer mehr von Angst begleitet ist, finde ich es spannend, dass jemand einfach mit offenen Augen durch das Leben geht… neue, spannende Dinge entdeckt und diese aus Spaß und Interesse weiterverfolgt.

Erkenntnis 2: Kreative Arbeit ist ein guter Ausgleich

Jeder Wissensarbeiter kann davon ein Lied singen… man klappt seinen Laptop zu und die Arbeit „verschwindet“. Sprich: man sieht nur bedingt, was man den ganzen Tag, die ganze Woche, das ganze Jahr so erledigt hat. Diese Form der Arbeit ist zwar messbar, aber nicht greifbar. Ich kenne mittlerweile viele der Gattung „Wissensarbeiter“, die sich ein kreatives Hobby oder einen kreativen Zweitberuf gesucht haben. Alles, das man hier „produziert“ ist plötzlich greifbar und ist zusätzlich eine willkommene Abwechslung, um den Kopf wieder frei zu bekommen. Frei, um die tagtäglichen Herausforderungen im Job wieder besser bewältigen zu können (ja, Wissensarbeit ist permanentes Probleme lösen) und frei, um einfach mal seinen Kopf auf andere Gedanken zu bringen.

Erkenntnis 3: Die Saucen sind verdammt lecker!

Feuer-Zeug GeschenkverpackungZugegeben, ich habe mich nicht nur mit Christian getroffen, um „seine Geschichte“ zu hören… nein, ich habe auch fleißig eingekauft. Weihnachten naht und wie du vielleicht weißt, bemühen wir uns heuer Geschenke und Mitbringsel aus der Region zu finden. In diesem Fall sind die Chilis waschechte Mühlviertler und auch die Produktion findet hier statt. Die Saucen werden übrigens in Bio-Qualität angeboten… doppelt lecker! 🙂 Das bedeutet nämlich auch, dass die darin enthaltenen Zutaten bio sein müssen. Ja, das funktioniert auch bei der Chili-Whiskey-Sauce!

Erkenntnis 4: Ich kann mich nicht entscheiden!

Normalerweise ist es nicht meine Art, mich nicht entscheiden zu können. Ich habe und hatte vor, die Saucen nicht nur „einfach so“ zu genießen, sondern auch Rezepte damit zu verfeinern. Ich habe probiert… und Ideen verworfen, wieder probiert und zu langsam fotografiert… die Teller waren immer zu schnell leer. Wie dem auch sei… meine Rezeptideen werden nachgereicht. Versprochen!

Erkenntnis 5: Weihnachten naht!

Am Adventkranz brennt bereits die dritte Kerze… Weihnachten naht! Wenn du noch Geschenke brauchst, sieh‘ dich doch mal im Shop vom „Mühlviertler Feuer-Zeug“ um… mit solchen Mitbringseln (einzeln oder in der Geschenksedition) kannst du sicher punkten 😉

p.s.: Feuer-Zeug gibts auch im MÜK!

DIY mit Kind Klein, aber fein Weihnachten

Kitsch as Kitsch can be!

7. Dezember 2016
Salzteig

Wann hast du das letzte mal etwas mit Salzteig gebastelt? Ich kann mich ganz dunkel daran erinnern, dass ich das im Volksschulalter das eine oder andere mal gemacht habe. Sprich: vor 30-35 Jahren… also auch an der Zeit, es wieder einmal zu probieren. Es hat tatsächlich Spaß gemacht. Vermutlich eher, weil mein Sohn dabei riesige Freude hatte… ich zitiere: „Mama, das macht mia Spaß“. Tja, was will Mama mehr? 😉

Wenn du auch nicht mehr weißt, wie Salzteig funktioniert, dann bist du hier richtig… ich habs nämlich recherchiert und ausprobiert:

Das Rezept

  • 1 1/2 Tassen Mehl
  • 1/2 Tasse Speisestärke
  • 1 Tasse Salz
  • 1 Tasse Wasser
  • 1-3 EL Öl

Du findest im Internet auch Rezepte ohne Speisestärke. Nachdem ich aber gelesen habe, dass mit Stärke die Rissbildung beim Trocknen geringer ist, habe ich es dazu gemischt. Das Öl sorgt dafür, dass der Teig geschmeidig wird.

Das Rezept ist sehr einfach zubereitet. Alles in eine Schüssel und fleißig kneten, bis der Teig schön geschmeidig ist. Je nach Bedarf einfach etwas mehr Flüssigkeit oder Mehl zugeben.

Das Ausarbeiten

Dem Alter meines Sohnes entsprechend, haben wir uns einfache Formen geschnappt und diese ausgestochen. So entstanden Sterne, Monde und Tannenbäume.

Auf den Tannenbäumen hat er seinen Fingerabdruck hinterlassen. Diese Vertiefung fungierte beim Anmalen als „Christbaumkugeln“. Fertig ist ein schöner, persönlicher Geschenksanhänger oder Christbaumschmuck. Apropos… nicht vergessen vor dem Trocknen ein kleines Loch zu stechen, sonst kannst du die Teile nicht aufhängen 😉

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Das Trocknen

Um schnelles Trocknen und damit Rissbildung zu verhindern, habe ich unsere Stücke bei Zimmertemperatur zwei Tage übertrocknen lassen. Anschließend bei 150 °C ins Backrohr (pro 5 mm Dicke ca. 1 Stunde).

Das Anmalen

Du kannst die Teile anmalen, musst du aber nicht. Ich habe dafür ein kleines Set Acrylfarben gekauft. Darin waren die „weihnachtlichen Grundfarben“ rot, grün, gold, silber und weiß enthalten. Ganz wichtig bei Salzteig ist, am Ende immer Klarlack zu verwenden. Das verhindert, dass der Salzteig später bröselig wird und bricht.

Neben den Anhängern hat mein Sohn auch noch… ähmm… kreative Teelichthalter für seine Omas produziert. Die haben wir zusätzlich noch mit Glitter bestreut. Tja… liebe Omas, jetzt beginnt die Zeit der selbstgebastelten Geschenke! 🙂

Ich wünsche dir (und deinen Kindern) viel Spaß beim Nachmachen.

Zeig‘ mir doch eure Kunstwerke, ich würde mich darüber sehr freuen!

DIY Klein, aber fein Weihnachten

Einfach rührend!

2. Dezember 2016
Kräuterküche

Das Motto „Weihnachten mit Genuss“ ist um eine Facette reicher. Ich habe das erste Mal einen Workshop im MÜK besucht. MÜK steht für Mühlviertel kreativ und… wie ich gestern feststellen durfte… das ist es auch 🙂

Dem Blogtitel entsprechend „Einfach rührend“ habe ich einen Abend lang rührend verbracht und wundervolle „Naturkosmetik zum Verschenken“ selber gemacht. Geleitet hat den Abend Katrin Pesendorfer aka „The Herbal Nerd„.

Naturkosmetik selbstgemacht?

Wie du ja weißt, bin ich ein etwas kritischer Geist, was Chemikalien betrifft. Chemikalien in der Kleidung, Lebensmitteln und natürlich Kosmetikartikeln. Deshalb fand ich es sehr interessant, was man mit Produkten aus der eigenen Speisekammer alles so zaubern kann. Das beste daran? Selbst Kinder können mitmachen! 🙂

Unser „Stundenplan“

Katrin hat uns gebeten, einen Korb für den Transport mitzunehmen. Nun ja, jetzt weiß ich warum, denn am Ende des Abends hielten wir eine ganze Menge, toll duftender, Produkte in Händen.

  • Sprudelnde Badeperlen
  • Erkältungs-Badetabs
  • Kräuterkissen
  • Seifenkugeln
  • Muskelentspannungs-Duschgel
  • Badesalz/Duschpeeling

Als fleißige Leserin/fleißiger Leser meines Blogs bekommst du nach und nach den Großteil der Rezepte zum Nachmachen! Wenn du gerne Selbstgemachtes verschenkst, dann bist du hier definitiv richtig! 🙂

Wenn du gerne selber einen gemütlichen Abend verbringen möchtest, du dich als Kräuterhexe(r) ausprobieren möchtest, dann kann ich dir jedoch „The Herbal Nerd“ wärmstens empfehlen. Die nächsten Workshops findest du auf der Homepage (dort kannst du übrigens auch leckere Cutneys, Sirup, Fruchtaufstriche, etc. beziehen!).

Sprudelnde Badepralinen

Zutaten

100 g Natron
50g Zitronensäure
25g Speisestärke (Mais- oder Kartoffelstärke)
50g Kakaobutter / Kokosfett
ca. 40-50 Tropfen (qualitativ hochwertige) ätherische Öle
betrocknete Blütenblätter oder Früchtetee
ev. natürliche Farbstoffe oder Lebensmittelfarbe in Pulverform

Zubereitung

Trockene Zutaten (mit Ausnahme der Blütenblätter) in einer Schüssel vermischen, Kakaobutter langsam schmelzen (ACHTUNG: diese darf nicht zu heiß werden). Flüssige Butter mit einem Löffel unter die trockenen Zutaten mischen, ätherische Öle nach Belieben zugeben. Die Masse ist perfekt, wenn sie eine leicht bröselige Konsistenz hat, aber noch gut formbar ist.

Zum Formen kannst du Silikonformen verwenden (wichtig: die Masse fest hineindrücken) oder einfach mit der Hand Kugeln formen. Blütenblätter draufpressen und im Kühlschrank aushärten lassen. Kühl und trocken lagern!

Am Foto erkennst du die Badepralinen an der Herzform!

Kräuterküche

Trick 17

Geheimtipp von Katrin: Binde die Pralinen in kleine Stoffstücke ein und schmeiße sie gleich so ins Badewasser… dann brauchst du am Ende die Kräuter nicht aus dem Abfluss fischen 😉

Hand aufs Herz…

… glaubst du wirklich, ich schenke die Badepralinen jetzt alle weiter?!? Jetzt genieße ich erst einmal selber 😀

Klein, aber fein

International Hug Day

21. Januar 2016
InternationalHugDay
Seit 1986 gibt es ihn, den International Hug Day bzw. eingedeutscht den Weltknuddeltag. Zaborney und Olis haben diesen Tag genau zwischen Weihnachten (dem Fest der Liebe) und dem Valentingstag (der Tag der Liebenden) gelegt. Ein bisschen Wärme in die Welt zu bringen, ins Bewusstsein zu rufen, dass Zuneigung, Zärtlichkeit und Gefühle wichtig sind, dafür wurde dieser Tag etabliert. Ein schöner Gedanke, findest du nicht?

InternationalHugDay

 Knuddeln gilt übrigens auch medizinisch als überaus gesund und wurde auch 2013 von der medizinischen Universität Wien bestätigt. Kuscheln hilft nämlich dabei Stress und Ängste abzubauen, das führt zu einer Senkung des Blutdrucks und zu einer Stärkung des Immunsystems. Ja, sogar Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung sollen dadurch gesteigert werden können. Unabhängig davon, ist es wohl einfach nur schön, jemanden einfach mal fest zu drücken 🙂

Du möchtest jemanden umarmen, der gerade nicht in deiner Nähe ist?

Dann schicke doch einen „Virtual Hug“ (powered by Chibird). Du kannst ihn <hier> ganz einfach teilen/mailen.
Übrigens… gekuschelt werden darf natürlich nicht nur am 21. Jänner sondern auch die restlichen 364 (bzw. 365 Tage) im Jahr 😉
Klein, aber fein

Virtual Hug

21. Januar 2016
powered by www.chibird.com

Ich denk‘ an dich! Ein virtueller Knuddler zum Weltknuddeltag!

I think of you! A virtual hug on today’s International Hug Day!

powered by www.chibird.com

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Klein, aber fein Nähen

Accessoires für die Kinderküche

5. Januar 2016
Puppenkueche

 

Das Christkind hat heuer eine Puppenküche gebracht. Du erkennst das Modell bestimmt… Duktig von Ikea. Vom Schwedenshop gabs auch die „Lebensmittelausstattung“… nämlich Obst, Gemüse und sonstiges… unkaputtbar und vor allem waschbar aus Stoff. Damit hat nicht nur Kind, sondern auch Katze großen Spaß. Die Orangen eignen sich nämlich prima als Ersatz fürs Katzenspielzeug 😉

Ein bisschen Nachhaltigkeit muss auch hier sein… deshalb habe ich das Geschirr von Green Toys besorgt.

Ein paar Accessoires gab es natürlich von Mama auch dazu. Ganz wichtig dabei: Eine Kochschürze! Bis dato mussten wir uns beim gemeinsamen Kochen immer mit einem umfunktionierten Geschirrtuch zufrieden geben. Jetzt gabs also die Luxusvariante… eine richtige Schürze. Aus dem Stoff entstand noch ein Utensilo für die „Lebensmittel“ und – damit Messer, Gabel und Löffel nicht im ganzen Wohnraum herumkugeln – ein Täschen für genau diese.

Der Zwerg hat großen Spaß, die Kästchen und Regale hundert mal am Tag aus- und einzuräumen. Die Herdplatte leuchtet auf Knopfdruck schön rot und es gab lediglich Beschwerden darüber, dass der Wasserhahn kein Wasser gibt… „Woooo?“ war die erstaunte Frage unseres 1,5-jährigen, nach dem ersten Versuch. Mittlerweile versorgt er uns fleißig mit imaginärem Erdbeertee und freut sich, wenn Mama und Papa diesen brav trinken.